Konzept Mittelschule Mondsee

Die Mittelschule

Die Mittelschule hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für den Übertritt in weiterführende mittlere und höhere Schulen zu befähigen sowie auf die Polytechnische Schule oder das Berufsleben vorzubereiten.

Ziel ist es, jede Schülerin und jeden Schüler im Sinne der Chancengerechtigkeit bestmöglich individuell zu fördern. Durch eine fundierte Bildungs- und Berufsorientierung erhalten Schülerinnen und Schüler, aufbauend auf ihre Stärken, gezielte Beratung, um eine verbesserte Bildungs- und Berufsentscheidung am Ende der Mittelschule sicherzustellen. (BMBWF, 2020)

Im Zentrum steht die Orientierung an den Potenzialen und Talenten der Schülerinnen und Schüler. Deshalb wird im Unterricht besonders auf die Differenzierung und Individualisierung geachtet. In den Gegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik können durch das Teamteaching, die gemeinsame Arbeit von zwei Lehrkräften, diese pädagogischen Prinzipien besonders gut umgesetzt werden. Zur zusätzlichen Förderung der individuellen Talente und unter Berücksichtigung der persönlichen Interessen werden in der 7. und 8. Schulstufe drei Wahlpflichtfächer angeboten:

  • Informatik und Design
  • Kreativität und Gestaltung
  • Bewegung und Gesundheit

 

Um auf den individuellen Förderbedarf eingehen zu können, werden die Schüler/innen ab der 6. Schulstufe in Kompetenzstufen (AHS-Standard und Standard) eingestuft. Durch eine gezielte Förderung kann jederzeit eine neue Einstufung vorgenommen werden.

 

Leistungsbeurteilung in der Mittelschule (BMBWF, 2020)

In der 5. Schulstufe wird das Notensystem wie in der Volksschule mit der 5-teiligen Notenskala in allen Unterrichtsgegenständen fortgeführt.

 

Ab der 6. Schulstufe wird bei der Beurteilung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache zwischen zwei Leistungsniveaus, mit den Bezeichnungen „Standard“ und „Standard AHS“, unterschieden. In beiden Leistungsniveaus sind Noten von 1-5 möglich. Dabei entspricht die Beurteilung

 

  • nach dem Bildungsziel des Leistungsniveaus „Standard AHS“ der Beurteilung an der AHS-Unterstufe,
  • mit „Genügend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“ der Beurteilung mit „Gut“ im Leistungsniveau „Standard“,
  • mit „Nicht Genügend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“ bestenfalls der Beurteilung mit „Befriedigend“ im Leistungsniveau „Standard“,
  • mit „Sehr gut“ im Leistungsniveau „Standard“ zumindest der Beurteilung mit „Befriedigend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“.

 

 Im Zeugnis wird ausgewiesen, nach welchem der beiden Leistungsniveaus eine Schülerin bzw. ein Schüler beurteilt wurde. Die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zum jeweils anderen Leistungsniveau ist jederzeit möglich.

 

Zusätzlich zur Beurteilung mit Ziffernnoten werden durch die folgenden besonderen Elemente die Stärken, Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt gerückt:

 

Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (EDL)

 

Die Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung hält in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie die Lernfortschritte der Schülerin bzw. des Schülers fest. Sie wird in der 5. bis 7. Schulstufe zusammen mit dem Jahreszeugnis, in der 8. Schulstufe gemeinsam mit der Schulnachricht ausgehändigt.

 

Kinder-Eltern-Lehrer/innen-Gespräche (KEL-Gespräche)

 

KEL-Gespräche sind Kinder-Eltern-Lehrpersonen-Gespräche, die regelmäßig stattfinden. Schülerinnen und Schüler führen mit ihren Eltern und Lehrkräften gemeinsam ein Gespräch über Lernerfolge, Lernfortschritte und Lernprozesse. Die Schülerinnen und Schüler werden auf diese Form der Rückmeldung in der Schule vorbereitet. Die KEL-Gespräche stärken das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler und sorgen darüber hinaus für ein wertschätzendes Schulklima.

 

Lerntreff

Nachmittags freiwillig in die Schule...?!

 

Eine Einrichtung in unserem UNESCO -Schulalltag erfreut sich großer Beliebtheit: der Lerntreff!

 

Vierzehntägig haben die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen die Möglichkeit, am Montagnachmittag in der Schule unter Aufsicht, aber ohne Lehrkräfte zu lernen. 

 

Dazu tragen sie sich in Listen ein und geben an, ob sie etwa mit einem Kollegen oder einer Kollegin ein Referat vorbereiten wollen, oder ob sie sich in den Hauptfächern mithilfe eines Schüler- Experten bzw. Expertin vertiefen möchten. 

 

Die organisierenden Lehrpersonen bringen dann freiwillige Experten und Expertinnen aus den ersten, zweiten und dritten Klassen mit unseren lerneifrigen Erstklasslern zusammen.

 

Das Arbeiten an den Lerntreff-Montagen beschreiben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler als intensiv, lustig und erfolgreich. Die beaufsichtigenden Lehrer und Lehrerinnen müssen gar nicht weiterhelfen, so gründlich und verantwortungsvoll gehen die Experten-Schüler und Schülerinnen mit ihren Schützlingen um.

 

Ganz nebenbei trägt der Lerntreff so zur „Völkerverständigung zwischen Großen und Kleinen bei“!

 

Einige große Experten und Expertinnen werden sogar schon im Voraus von ihren jüngeren Fans „gebucht“.

 

Man kann sagen: Lerntreff an der UNESCO – ein echtes Erfolgsmodell!

 

 

Stundentafel

Unter folgenden Links finden sie allgemeine Informationen zur Mittelschule